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Protokollbuch des St.-Martin-Vereins

Zum 125jährigen Jubiläum des Martinfestes in Kempen hat der St.-Martin-Verein im Jahre 2009 ein Buch mit Sitzungsprotokollen aus den Jahren von 1909 bis 1951 herausgegeben. Der Kempener Uwe Worringer hat dafür in mühevoller Kleinarbeit die alten Protokollbücher aus der für die meisten kaum noch lesbaren Sütterlinschrift „übersetzt” und daraus ein spannendes Buch gemacht, das Rainer Hamm redigiert und Heiner Wirtz unzählige Male Korrektur gelesen hat. Das Protokollbuch hält akribisch fest, welchen Weg der Zug genommen hat, welche Martinsgaben in der Tüte lagen, wer den Spruch für die Blo-ese geschrieben hat (unter ihnen übrigens auch der bekannte Heimatdichter Wilhelm Grobben) u.v.m.

Gleichzeitig erzählt das Buch Stadtgeschichte: 1939 war der Martinszug vom Kriegsbeginn überschattet und sollte ausfallen. 1943 wurde der Zug geplant, aber unter dem Vorbehalt, „dass die Luftlage es gestattet”. Zwölf Zentner Äpfel aus der städtischen Obstplantage sowie Kastanien aus dem Burgpark waren die Martinsgabe. Und alle Eltern wurden gebeten, Marken für 100 Gramm Roggenbrot gegen 100 Gramm Honigbrot für die Kinder abzugeben. Nach Kriegsende 1945 lieferte die heimische Firma Engels Kerzen für den Fackelzug. Und ab 1950 wurde das vielgeliebte süße „Nappo” ein bis heute nicht wegzudenkender Bestandteil der Martinstüte.

Das Protokollbuch erhalten Sie zum Preis von 29,50 EUR bei Schreibwaren Beckers (Engerstraße), in der Service-Stelle (Rathaus Buttermarkt) oder bei Rainer Hamm (Tel. (02152) 36 96 oder E-Mail).